
Umstellung von CAD auf BIM mit eTASK
Der Oberbergische Kreis ist ein Landkreis im Süden Nordrhein-Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Köln. Geografisch erstreckt sich der Kreis über etwa die Hälfte des Oberbergischen Landes. Der Kreis umfasst eine Fläche von 918,84 km² und setzt sich aus 13 Gemeinden zusammen. Zu den öffentlichen Einrichtungen des Kreises gehören unter anderem Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, Schulen, Museen und Rettungswachen. Insgesamt umfasst das Portfolio des Kreises etwa 160 Gebäude mit ca. 5850 Räumen und einer Gesamtfläche von ca. 136000 m².
Seit 2007 ist der Oberbergische Kreis Kunde bei eTASK. Zu den Dienstleistungen von eTASK gehören Flächenmanagement, Schlüsselverwaltung, Servicetickets, Instandhaltung und seit neuestem auch Building Information Modeling (BIM).
Hintergrund der Umstellung
Das bisher verwendete CAD-System des Oberbergischen Kreises erreichte sein End-of-Life, was die Notwendigkeit einer Umstellung auf ein neues System mit sich brachte. In diesem Zusammenhang entschied sich der Kreis für den Wechsel zu BIM.
Dieser Wechsel wurde als Potenzial erkannt, da BIM eine modernere und effizientere Handhabung von Gebäudemodellen ermöglicht und gleichzeitig die vorhandenen CAD-Pläne ersetzt.
Implementierung des BIM-Moduls
Im Zuge der laufenden Umstellung auf BIM wurde das BIM-Modul bei eTASK freigeschaltet und zusätzlich ein BIM-Server installiert, um die Verwaltung der Modelle zu erleichtern. Diese Maßnahmen erlaubt es, die vorhandenen CAD-Pläne durch BIM-Modelle sukzessive zu ersetzen und diese in das eTASK-System zu integrieren.
Herausforderungen bei der Umstellung
Die Umstellung von CAD auf BIM stellt den Oberbergischen Kreis vor mehrere Herausforderungen:
1. Das Gebäudeportfolios:
Das Portfolio des Kreises umfasst eine große Bandbreite an Gebäuden, von einfachen Verwaltungsgebäuden bis hin zu Hochhäusern. Diese Gebäude unterscheiden sich zudem in Altbau, Neubau und historischen Objekten. Die Nachmodellierung dieser verschiedenen Gebäudetypen, insbesondere historischer Gebäude wie Schloss Homburg, stellt eine erhebliche Herausforderung dar.
2. Integration bestehender Datensätze:
Ein weiteres zentrales Ziel ist die Verlinkung der modellierten Räume und Türen mit den bestehenden Datensätzen in eTASK. Es ist wichtig, dass durch die Umstellung auf BIM die Verknüpfung zu den Bestandsdaten nicht verloren geht. Hierfür wurden von eTASK Automatismen entwickelt, die die Verlinkung zwischen den Modelldaten und den bestehenden Bestandsdaten gewährleisten.
Mehrwert der Umstellung auf BIM
Die Umstellung von CAD auf BIM bietet mehrere wesentliche Vorteile für den Oberbergischen Kreis:
1. Kontinuität der Datenverknüpfung:
Der größte Vorteil besteht darin, dass die Verknüpfung zu den Bestandsdaten trotz der Umstellung von CAD auf BIM nicht verloren geht. Dies ermöglicht es dem Oberbergischen Kreis, Gebäude nach und nach von CAD auf BIM umzustellen und gleichzeitig weiterhin mit den Bestandsdaten zu arbeiten.
2. Modellbasierte Darstellung:
Die grafische Darstellung der Gebäudedaten erfolgt nun modellbasiert und kann mit laufenden Betriebsdaten überlagert werden. Dies bietet eine verbesserte Visualisierung und Handhabung der Gebäudedaten.
3. Effizienzsteigerung:
BIM ermöglicht eine effizientere Verwaltung und Wartung der Gebäude. Die Integration von BIM in das eTASK System erlaubt eine nahtlose und effiziente Handhabung der Gebäudemodelle und der zugehörigen Daten.
Fazit
Die Umstellung des Oberbergischen Kreises von CAD auf BIM stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer modernen und effizienten Verwaltung öffentlicher Gebäude dar. Trotz der Herausforderungen, die mit der Nachmodellierung und Integration bestehender Datensätze verbunden ist, bietet die Umstellung erhebliche Vorteile in Bezug auf Datenkontinuität, Visualisierung und Effizienz.
Der Oberbergische Kreis kann nun schrittweise seine Gebäude von CAD auf BIM umstellen und dabei weiterhin nahtlos mit den Bestandsdaten arbeiten.
Diese Modernisierung stärkt die Fähigkeit des Kreises, seine öffentlichen Einrichtungen effektiv zu verwalten und zu warten.



